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Das
Vormittagstraining am vorletzten Tag des Trainingslagers war eines von der
lockeren Sorte. Nach technischem Aufwärmen mit Ball wurde das Team
aufgeteilt. Während eine Gruppe mit Günter Niederlechner an Cornern und
Freistößen feilte, trainierte die andere mit Robert Schiener das
Defensivverhalten.
Das Mittagsbuffet ließ auch heute keine Wünsche offen, von Vor- über
Haupt- bis zur Nachspeise war für jeden etwas dabei. Nach dem Essen
gab’s die nächste Aufgabe für die Brunner „Olympiade“: Bis morgen
Vormittag haben die Teams Zeit, aus einer einzigen Serviette ein langes
zusammenhängendes Papierstück ohne Hilfsmittel zu kreieren. Die längste
Serviette bringt 3 Punkte für die Gesamtwertung.
Die Freizeit wurde wie schon in den Tagen zuvor von den meisten Spielern
am Pool in der Sonne verbracht, zur Abkühlung ging’s dann aber ins
Hallenbad, wo es eine Menge Spaß gab. Auch unser „Fotoblitz“ Möhsi
war wie immer vor Ort und machte sensationelle Aufnahmen.
Um halb vier war dann Treffpunkt für das Match gegen den FK Gazovik
Orenburg aus Russlands dritter Spielklasse. Um 16.15 Uhr pfiff Karl Simon
das zweite Testspiel des SCB in der Türkei an. Und wie schon im ersten
Match gegen die Schweizer fing sich die Schiener-Elf einen frühen Rückstand
ein. Mit viel Engagement kämpften sich die Brunner aber zurück ins Spiel
und drehten dieses bis zur Pause um. Zunächst fixierte René Blau mit
einem Freistoß den Ausgleich, danach traf Patrik Pomichal zum
2:1-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel kamen die Russen mit einem
Sturmlauf (zeitweise spielte Orenburg mit vier Stürmern!) zum Ausgleich,
aber Pomichal schloss einen Konter kurz vor Schluss zum hart erkämpften
3:2-Endstand ab! Der letzte
Abend im „Kremlin Palace“ steht heute ganz zur freien Verfügung –
natürlich mit „Open End“ ;)
Zum Ausklang wird morgen Vormittag noch die Brunner „Olympiade“ mit
Beach-Volleyball und anderen Spielen entschieden, nach dem Mittagessen
geht’s dann schon wieder in Richtung Heimat...
Hier der unveränderte Zwischenstand der Brunner „Olympiade“ vor dem
alles entscheidenden letzten Tag:
Gruppe A (12 Punkte): Hradil, Hayirli, Dallos, Pokorny, Haselmayer,
Blau
Gruppe B (19 Punkte): Zivanic, Pölzleithner, Kletzl, Mayerhofer,
Pratl, Prcek
Gruppe C (13 Punkte): Terzi, Schneider, Pomichal, Zulus, Panzda
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Match gg. FK
Gazovik Orenburg |
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Matchbericht:
Das Spiel gegen den FK Gazovik Orenburg begann ähnlich wie das gegen
die Schweizer am Montag. Der SCB fand zwar gut ins Spiel, kassierte aber
dennoch nach zehn Minuten und einem schnellen Outeinwurf das 0:1. Aber die
Schiener-Elf spielte weiter nach vorne und wurde noch vor der Pause mit
zwei Treffern belohnt. Erst war es Rene Blau, der mit einem
20-Meter-Freistoß den Ausgleich zum 1:1 fixierte, kurze Zeit später
erzielte Patrik Pomichal das 2:1 für die Brunner, die verdient in Führung
gingen. Nach dem Seitenwechsel setzten die Russen aber alles auf eine
Karte und drängten den SCB mit teilweise vier echten Stürmern in die
eigene Hälfte. Das 2:2 war die logische Konsequenz. Danach entwickelte
sich ein offener Schlagabtausch: Beide Teams wollten unbedingt noch den
Sieg und den Brunnern gelang tatsächlich im Konter das entscheidende 3:2
durch Pomichal. Die Schlussoffensive der Russen konnte entschärft werden
und so feierte der SCB einen Achtungserfolg gegen einen starken Gegner aus
der dritthöchsten Spielklasse Russlands.
SC Brunn – FK Gazovik Orenburg 3:2 (2:1).- Torfolge:
0:1 (10.), 1:1 (25.) Blau, 2:1 (35.) Pomichal, 2:2 (70.), 3:2 (80.)
Pomichal.
Aufstellung:
Prcek – Pokorny, Zivanic, Pratl – Blau, Pölzleithner, Haselmayer,
Terzi – Panzda – Zulus, Pomichal.
Nach der Pause eingewechselt wurden: Hradil, Hayirli, Mayerhofer,
Schneider, Kletzl, Dallos.
Infos zum Gegner:
http://www.eurosoccer.com.ru/main_eng.php?champ=65 (Abschlusstabelle
2006)
Orenburg liegt mit über 500 000 Einwohnern im Süden Russlands an den
Ausläufern des Ural-Gebirges, nahe der Grenze zu Kasachstan. Bekanntester
Bewohner war mit Sicherheit Juri Gagarin, der 1961 als erster Mensch in
den Weltraum flog.
Der FK Gazovik Orenburg bereitet sich zurzeit auf die neue Saison in der
2. Division Ural-Povolzhie – entspricht etwa der Regionalliga in Österreich
– vor und belegte im Jahr 2006 (in Russland wird nach dem Kalenderjahr
gespielt!) den ausgezeichneten 2. Platz. Fast wäre der Klub also in die
zweithöchste russische Liga aufgestiegen.
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